Septemberweizen

„Septemberweizen“ macht einen geschichtlichen Rückblick und zeigt die Vernetzung von Wirtschaft und Politik. Welche Auswirkungen dies auf den Bauer hat, spürt man noch heute. Ein spannender Film mit Tiefgrund. Absolut sehenswert für alle Landwirte, welche Getreide anbauen und sich schon über die schlechte Bezahlung geärgert haben.

Beschrieb:

SEPTEMBERWEIZEN ist ein Film über und gegen die Mythen, die sich um Weizen, Hunger und die ranken, die damit umgehen. Josef von Ägypten ist der erste dieser mythischen Figuren. Seinen Ruf als Ernährer verdankt er einer gutorganisierten Spekulation gigantischen Ausmaßes. Selbst in der Bibel ist erkennbar, dass Josef die Hungersnot, der er seinen Ruf verdankt, selbst erzeugte. Josef der Ernährer ist die einzig
durchgehende Figur in SEPTEMBERWEIZEN, und seine Legende, in den Kontext unserer Zeit gestellt, erweist sich im Lauf des Films als aktuelles Vorbild für viele moderne Josefs — Weizenhändler, Spekulanten, Politiker…
SEPTEMBERWEIZEN ist auch ein Film über den amerikanischen Weizen, der den Weltmarkt bestimmt — die Methoden sind international, die Auswirkungen global.
SEPTEMBERWEIZEN ist mehr noch ein Film über Hunger — in den reichen wie in den armen Ländern. Der Film forscht nach den Ursachen des Hungers in einer Zeit des Überflusses, er fragt nach den Motiven, die Weizen zur Ware und zur Waffe, Menschen zu Opfern des Wohlstandes, Natur zum Feind werden lassen. Der Film ist in sieben Kapitel unterteilt, die vor allem Fragen stellen und Widersprüche aufzeigen sollen.

Preise:
• Deutscher Filmpreis 1981
• Adolf Grimme Preis 1981
Presse:
• „Eine uralte Geschichte, so spannend und radikal dargestellt, wie es die Sachverhalte erfordern!“ Frankfurter Rundschau

Ein Film von Peter Krieg, D 1980, 96 Min, FSK 12

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