Noriker – eine Maschine auf 4 Beinen

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Eine alte Tradition wird gelebt….

Wie Tiere mit ihrer Arbeitsleistung den Menschen unterstützen
Sie sind 800 Kilo schwer und somit stattliche Erscheinungen. Gemeinsam mit ihrem Besitzer Johann Herzog sind die Noriker-Wallache Bua und Jonny ein gefragtes Arbeitsteam in der Forstwirtschaft. Sie bergen gefällte Holzstämme aus schwer zugänglichen und oft steilen Berghängen und bringen die gefällten Bäume ins Tal.
Die Arbeit im Wald hat auch heute nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt. Ein massiver Baumstamm kann leicht ins Rollen kommen und das Pferd und seinen Führer den Hang hinunterreißen. Auf dem moosig feuchten Waldboden muss die Zusammenarbeit zwischen den vierbeinigen Maschinen und ihrem menschlichen Gegenüber gut funktionieren. Fast scheint es, als würden die Pferde bei der Arbeit vorausschauend mitdenken. Ganz behutsam steigen sie mit ihren riesigen Hufen über Baumstämme und variieren den Zug auf Kommando.
Der Grund für Johann Herzogs Erfolg liegt in der Ausbildung seiner Pferde. Im Alter von eineinhalb Jahren beginnt er den Pferden auf spielerische Art Kommandos beizubringen. Der Trainingsrhythmus steigert sich bis zum Alter von sechs Jahren Erst dann ist das physiologische Wachstum der Pferde abgeschlossen und sie arbeiten und ziehen Lasten bis zum Doppelten ihres Körpergewichts.
Herzog lebt im Salzburger Ort Taxenbach. Das Tal im Pinzgau nahe Zell am See ist touristisch kaum erschlossen. Aber das ist den Herzogs gerade recht. Die Familie Herzog lebt dort in einem kleinen Bauernhaus am Berghang. Während Johann Herzog mit seinen Pferden „auf Einsatz geht“ betreut seine Frau Astrid die restlichen neun Pferde. Die Herzogs haben vier Kinder und auch diese helfen im Stall und beschäftigen sich mit den Pferden. Die Pferde sind Familienmitglieder.

Noriker sind aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters ideale Arbeitspferde. Aber auch im Freizeitreitsport setzt sich die Rasse zunehmend durch. Noriker müssen nicht jeden Tag bewegt werden, und das kommt Pferdebesitzern natürlich sehr entgegen. Der Noriker ist sozusagen „pflegeleicht“!

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Date: Februar 3, 2017